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Wappenkunst

Unter “Wappenkunst” will ich alles abhandeln, was man wissen um ein Wappen zu erstellen. Selbstverständlich wollen wir uns auch hier auf die spezielle Luxemburger Situation beschränken.

Die Fachsprache

In der Heraldik gilt der Spruch “Le texte prime le dessin“, will sagen, nicht eine bestimmte Zeichnung die von einem Wappen angefertigt wurde ist am aussagekräftigsten, sondern seine Blasonierung, also eine Beschreibung, verfasst in einer speziellen Fachsprache. In Luxemburg ist dies, die französische.

Wer also Wappen verwenden will, kommt um diese Spezialsprache nicht rum! Eine sehr gute, weitgehend vollständige Liste aller Ausdrücke ist im Netz auf blason-armoiries.org zu finden. Dennoch biete ich auch das

Heraldik – Lexikon auf wiesel.lu

mit den geläufigsten Begriffen der Luxemburger Heraldik an. Dies gibt mir die Gelegenheit auf Luxemburger Besonderheiten einzugehen und ausgiebig Dr. Loutsch zu zitieren.

Die Elemente eines Wappens

Das Wappen wird, sozusagen auf das Schild (frz. écu) des Ritters aufgemalt, also fangen wir mit dem Schild an:

Das Schild kann nun mit unterschiedlich ausgeführten Strichen (frz. traits) in weitere Felder eingeteilt werden, so dass bestimmte partitions oder pièces entstehen.
Die so entstandenen Felder wiederum können mit Figuren (frz. meubles) belegt werden, zu guter Letzt sollten die einzelnen Elemente noch in bestimmten Farben gehalten werden und schon sind wir an der Stelle angelangt, wo die meisten Fehler begangen werden: Die Farben dürfen nicht beliebig ausgewählt, sondern es müssen die heraldischen Farbregeln eingehalten werden. Das fängt damit an, dass nur wenige Farben überhaupt zugelassen sind, und dass diese wiederum bestimmten Regeln unterworfen sind, wenn sie kombiniert werden. Der Oberbegriff für “Farbe” lautet émaux, (Einzahl émail), sind:

  • Emaux:

    • métaux (einzahl métal):
      • or (gold)
      • argent (silber)
    • couleurs
      • gueules (rot)
      • azur (blau)
      • sable (schwarz)
      • sinople (grün)
      • poupure (purpur) -> sehr selten

Die “Meubles”

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